Rettung des Dschungelbuches

Im Zirler Steinbruch kam es die vergangenen Jahre durch stetige massive Sprengungen immer wieder zu unkontrollierten Felsstürzen. Juni 2000: Ein 150 m3 großer Felsblock löst sich während Sprengungsarbeiten im östlichen Zirler Steinbruch und knallt auf die Bundesstraße. Der linke Teil des »oberen Stocks« des Dschungelbuches ist auf immer zerstört. Die Straße und auch das westliche Klettergebiet bis zu den Routen »Einstürzende Neubauten« werden gesperrt.

Sommer 2006

Ein weiterer Felssturz erschlägt beinahe eine Arbeitskraft des Steinbruchs. Darauf hin veranlasst ein Arbeitsinspektor die Sofortsperrung des gesamten Steinbruchs. Trotzdem wollte der Betreiber noch 50 Meter weiter nach Osten sanieren, Fels absprengen und damit viele Routen des Dschungelbuches vernichten.

Februar 2007

In einer Pressekonferenz informiert die Initiative »Rettet das Dschungelbuch« und die Elite des Klettersports die Öffentlichkeit über die Gefährdung des Dschungelbuches. Es gibt gute Gründe: Das Dschungelbuch ist international bekannt. Seit 1995 fällt das Klettergarten-Gebiet unter die Natura-2000-Bestimmungen und gilt daher als zu schützendes Areal.

April 2007

Der ÖAV und die Initiative erreichen einen Etappensieg: Sie werden künftig in die Sanierungs-Planungen von Betreiberfirma und Gemeinde einbezogen.

Oktober 2007

Gemeinderat und Betreiberfirma einigen sich vertraglich: Sanfte Sanierung findet nicht statt. Dafür müssen ausgehandelte Abbaugrenzen farblich im Fels deutlich markiert sein.

Ab 1.1.2011 soll das Dschungelbuch wieder komplett zugänglich und im westlichen Bereich in Stand gesetzt sein. ÖAV und Initiative sind vierteljährlich zu Kontrollbegehungen eingeladen und werden durch den Wirtschaftsausschuss der Gemeinde bei möglichen Veränderungen informiert.

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